Lesen Sie hier, warum sie unserer Gewerkschaft beitreten sollten:
Seit Jahren nimmt das Land den Lehrern immer mehr von ihrer Versorgung ab: Die Pensionen wurden gekürzt, das Weihnachtsgeld wurde gekürzt, das Urlaubsgeld ist gestrichen worden, wir müssen uns mit der Kostendämpfungspauschale zusätzlich zur eigenen Versicherung an den Krankheitskosten beteiligen. Gleichzeitig sind Lohnerhöhungen für den Öffentlichen Dienst nicht auf die Beamten übertragen worden, so dass unser Gehalt bei anhaltender Inflation immer weniger Wert ist. Wenn man dann auch noch sieht, dass die Arbeitszeit erhöht worden ist, die Arbeitsleistung durch immer mehr Verwaltungsarbeit verdichtet wurde und dass eine neue Arbeitszeitregelung bevorsteht, von der kaum jemand erwartet, dass sie entlastend wird, kann man schon verzweifeln .
Jetzt hat die Landesregierung auch noch das
Landespersonalvertretungsgesetz geändert und damit die Mitbestimmung
stark eingeschränkt. Die
Schulleitungen wurden aus fast allen personellen
Mitbestimmungsbereichen herausgenommen. Viele Bereiche in denen die
Personalräte mitzubestimmen hatten wurden aus dem Katalog
herausgenommen. So können Lehrer nun durch das Schulamt oder die
‚Bezirksregierung viel leichter versetzt oder zur Ruhe gesetzt
werden. Im Bereich der Förder- und Hauptschulen wurden die Örtlichen
Personalräte zerschlagen. Für diese Schulformen gibt es keinen
Personalrat beim Kreis sondern erst bei der Bezirksregierung. D. h.
wenn Sie sich gegen eine Versetzung wehren möchten, müssen sie sich
an den Bezirkspersonalrat in Arnsberg wenden, der aber kaum noch
Möglichkeiten Ihnen zu helfen. Die Personalräte wurden generell
verkleinert, die Freistellung für die Personalratsmitglieder
drastisch reduziert, so dass jetzt weniger Personalratsmitglieder
für mehr Beschäftigte zuständig sind.
Zu diesen Veränderungen kommt noch das neue Bürokratieabbaugesetz
II. Hier wird den Beschäftigten im öffentlichen Dienst, speziell den
Beamten, ein weiteres Rechtsinstrument aus den Händen geschlagen.
Gegen Verwaltungsakte, die Sie betreffen, z. B. Versetzung,
Abordnung, Umsetzung, Ablehnung von Anträgen usw.), haben Sie nicht
mehr die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen, sondern Sie müssen
direkt zum Verwaltungsgericht ziehen, in Vorkasse treten und
das Prozessrisiko tragen. Das nennt die Landesregierung
Entbürokratisierung. Als Folge der Entbürokratisierung hat die
Bezirksregierung Münster schon die Schulleiter als Dienstvorgesetzte
ermächtigt, Abordnungen von Lehrern für die Dauer eines ganzen
Schuljahres vorzunehmen. Das funktioniert jetzt ohne Mitbestimmung
der Personalräte und ohne die Möglichkeit des Widerspruchs durch die
Betroffenen.
Es gibt keine Kontrolle mehr und wo es keine Kontrolle gibt, besteht
die Gefahr, dass Willkür um sich greift. Die Wirkungen werden wir in
der nächsten Zeit zu spüren bekommen.
Wichtig!!!
Vielleicht werden Sie in nächster von solchen Maßnahmen betroffen
sein. Dann sollten Sie einen Rechtsschutz haben. Den erhalten Sie
automatisch, wenn Sie Gewerkschaftsmitglied werden. Ohne
Rechtsschutz sind sie wehrlos. Wehren können wir aber nicht als
Einzelner. Es ist wichtig, dass wir uns zusammenschließen und
gemeinsam unsere Interessen vertreten. Deshalb sollte jeder Lehrer
Mitglied einer Gewerkschaft werden.
Treten Sie unserer Gewerkschaft bei!!!
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letzte Änderung am 21.04.2010